Granby River - Xenia LakeTour

Zwei Tage Camping, Wandern, Kanu fahren

 

Erster Tag:

Diese Tour führt uns auf die Worthington Forest Service Road, eine Waldstraße, die unser kleines Edgewood mit dem 111km entfernten Grand Forks verbindet, einem Städtchen am Crowsnest Highway (#3).

Unser erster Stopp ist am Burrell Creek, den wir nach einer Stunde Fahrt erreichen. Dort wollen wir uns ein wenig die Beine vertreten, am Wasser erfrischen, fotografieren und die Angel auswerfen. Wer Lust hat, kann den angeschwemmten Sand in den ausgewaschenen Felslöchern nach Goldnuggets durchsuchen. Es soll noch immer viel Gold in den Bergen hier sein – man muss es nur finden. Deshalb haben wir die Goldwaschschüsseln auch immer dabei.

Unseren Lunch nehmen wir später am Granby River ein. Dazu bieten sich mehrere hübsche Plätze am Fluss an, z. B. Gable Creek, Loseth's Place, oder die Howe Creek Campsite, die auch größeren Gruppen Platz bietet. Auch hier gibt es Gelegenheit zum Angeln und Goldschürfen.

    

Nach dem Essen geht es wieder weiter. Nach kurzer Fahrt am Granby River entlang biegen wir in die Zufahrt zum Granby Wilderness Park ein. Es ist ein schmaler, steiniger Waldweg, bei dem es auch durch einen Bach geht.

Nach einigen Kilometern holpriger Fahrt erreichen wir die Traverse Creek Campsite. Hier stellen wir das Auto ab, setzen unsere Rucksäcke auf und marschieren los.

Schon bald empfängt uns Regenwald-Atmosphäre. Wir sind umgeben von uralten Zedern und Hemlock-Tannen. Neben uns rauscht der Fluss, ansonsten sind nur unsere gedämpften Schritte und das Zwitschern der Vögel zu hören.

Ein Gast, ein gestresster Manager, sagte einmal: "Das hier ist keine Wanderung, das ist eine Therapie." Und so haben es auch viele nachfolgende Urlaubsgäste empfunden. Die Wanderung am Granby River entlang ist etwas Besonderes, denn auch der Granby selbst ist ein besonderer Fluss mit seinem glasklaren Wasser, den großen Felsquadern, Canyons, kleinen Sandbuchten und dunkelgrünen Pools, in denen sich die Fische tummeln.

Es dauert ein Weilchen, bis wir am Canyon angelangt sind, denn rechts und links des Weges locken die Huckleberries (ähnlich wie Blaubeeren mit einem sehr leckeren Aroma) in Hülle und Fülle. Beerenpflückend und -essend bewegen wir uns nur noch langsam vorwärts.

Schließlich steigen wir hinunter zum Canyon. Vor einigen Jahren noch hatten wir von hier aus freien Blick auf die Schlucht, doch inzwischen hat sich das Treibholz, das die Schneeschmelze jedes Jahr mit sich bringt, zu einem beachtlichen Berg aufgetürmt. Es ist beeindruckend zu sehen, welche unglaubliche Macht Wasser hat.

    

Nachdem wir eine Weile hier herumgeklettert sind, fotografiert und uns ausgeruht haben, machen wir uns wieder auf den Rückweg. Unterwegs machen wir nochmal Halt: Angeln ist angesagt. In den Pools zwischen den Felsbrocken werfen wir die Angel aus. Hier sind schon etliche Fische fürs Abendessen gefangen worden.

Nachdem wir zum Auto zurückgekehrt sind, fahren wir in Richtung Grand Forks, wobei uns der Granby River weiterhin begleitet. Bald sind die Steinquader verschwunden, der Fluss wird breiter und schlängelt sich durch Farmland dahin Richtung Süden.

Wir fahren ein Stück auf einer geteerten Straße und biegen dann wieder in eine Waldstraße ein, die uns zum im Gladstone Provincial Park gelegenen Xenia Lake bringt, einem einsamen Angelsee in 1125m Höhe. Hier begegnet uns allerlei Wildlife, unter anderem auch ein stolzer Wapiti-Hirsch.

Das letzte Stück Weg ist etwas abenteuerlich, da sehr steinig und schlecht zu fahren. Aber schließlich haben wir es geschafft. Bei Sonnenuntergang erreichen wir den See. Wir schlagen unser Zeltlager auf und machen ein Feuer. Während wir uns ums Abendessen kümmern, erkunden unsere Gäste mit dem Kanu den See und sehen, ob die Fische beißen wollen.

 

Zweiter Tag:

 

Am nächsten Tag begrüßt uns ein strahlender Morgen. Wir wärmen uns am Feuer, trinken einen Kaffee, und während unsere Gäste eine Runde paddeln, bereiten wir das Frühstück zu.

Große Aufregung, als unsere Paddler zurückkommen: am anderen Seeufer steht ein Elch!

Nachdem Frühstück packen wir die Lunchpakete in die Rucksäcke und machen uns auf den Weg zu einem Plateau, von dem aus man einen herrlichen Ausblick über den Christina Lake und die Monashee Mountains hat. Dabei kommen wir an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Xenia Lake vorbei.

Weiter geht es bergauf durch einen wahren Steingarten von wilden Blumen. Unter den beeindruckten "Ah"s und "Oh"s unserer Gäste erreichen wir das Plateau mit einem fantastischen Ausblick über den Christina Lake. Hier lassen wir uns nieder, wandern umher, fotografieren und essen unseren Lunch.

    

Am Nachmittag wandern wir wieder zurück, bauen das Zeltlager ab und treten den Heimweg an. Je nach Jahreszeit nehmen wir das Abendessen ein Stück vor Edgewood am Ufer des Burrell Creek oder zu Hause ein.

 

 

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