Trip zum Kootenay Lake

Es ist schon eine Weile her, dass Dale und ich zu einem kleinen Camping- und Wandertrip Richtung Kootenay Lake aufgebrochen sind. Es kommt ja nicht oft vor, dass wir mal ganz allein was unternehmen, weil wir ja meistens Urlaubsgäste haben, und wir haben es sehr genossen.

Zuerst fuhren wir nach Sandon, einer "Geisterstadt" in der Nähe von New Denver. Dort sind wir jedes Jahr ein paar Mal, um auf den Idaho Lookout zu fahren und dann die letzten drei Kilometer zum ehemaligen Feuerwachtturm zu wandern. Im "Prospector's Pick", dem Souvenir-Shop von Sandon, werden auch meine Foto-Grußkarten verkauft.

Von Sandon aus sind wir durch das "Valley of the Ghosts" nach Kaslo am Kootenay Lake gefahren. Wir hatten vor, bei den Fletcher Falls zu zelten, wo wir noch nie waren. Wir sahen das kleine Hinweisschild an einem Baum auch erst im letzten Moment. Man konnte nicht runterfahren, sondern wir mussten das Auto oben abstellen und unsere ganze Ausrüstung einen steilen Pfad entlang der Wasserfälle runterschleppen. Aber nachdem wir uns den Platz angeschaut hatten, entschieden wir, dass es die Schlepperei wert war. Zu diesem Zeitpunkt war es auch schon ziemlich spät und ein Sturm kam auf, also beschlossen wir, unsere Sachen zu holen, zumindest das Nötigste, was wir fürs Abendessen und die Nacht brauchten.

Außer uns waren noch drei Leute da, von denen zwei wieder gingen und einen schottischen Touristen "in unserer Obhut" zurückließen. So waren wir also zu dritt. Graham, der sich als Reiseschriftsteller entpuppte, war ein netter und unterhaltsamer Mann und es war interessant, mit ihm zu plaudern. Er baute sein Zelt ein Stück von uns entfernt auf und freute sich, als wir ihn an unser Feuer einluden.

Während Dale an einem lauschigen Plätzchen unser Zelt aufbaute und Feuer machte, wanderte ich mit meiner Kamera umher und knipste den stürmischen Sonnenuntergang. Der Kootenay Lake warf große Wellen, und im Hintergrund rauschten die Fletcher Falls. Es war einfach wunderschön einsam. Ich saß dann noch lange auf einem Stein, trank Rotwein aus einem blauen Camping-Blechnapf und ließ diesen wundervollen Abend auf mich einwirken.

Hier ein Foto, von dem ich mehrere Versionen habe und die tolle Foto-Karten abgegeben haben. Ganz genau so waren die Farben, und reflektierte das Abendrot im nassen Sand.

 

  In dieser Nacht schlief ich so glückselig wie schon lange nicht mehr, obwohl das Rauschen des Sees und des Wasserfalls meine Blase mächtig inspirierte. Dale und ich sind erst aufgewacht, als die Sonne über dem See stand und es im Zelt zu warm wurde.

 

  Dann machte ich erst mal ein paar Aufnahmen von den Fletcher Falls, aber es war schwierig, weil sie so versteckt liegen und vermutlich nie volle Sonne bekommen.

 

  Auch zum Frühstück fand Graham sich wieder an unserem Feuer ein und wir unterhielten uns noch lange. Erst gegen Mittag packten wir zusammen und verließen dieses schöne Fleckchen. Während Graham sich auf den Weg nach Vancouver machte, besuchten wir den malerischen Ort Kaslo und die S.S. Moyie, den letzten noch intakten Schaufelraddampfer der Welt.

 

  Die Fortsetzung unseres Trips findet ihr unter "Monica Meadows".

 

 

 

zurück

 

zurück zur Hauptseite