Monica Meadows
Fortsetzung von unserem Trip zum Kootenay Lake

In Kaslo gab es noch eine große Aufregung: ein Haus war in den Kootenay Lake geschwemmt worden! So riefen jedenfalls die Leute durcheinander, die sich gerade im Souvenir-Shop der S.S. Moyie befanden. Wir stürzten alle hinaus und starrten ungläubig auf ein hellblaues Häuschen, das sich mit enormer Geschwindigkeit über den See bewegte. Natürlich sahen wir gleich, dass es sich um ein besonders originelles Hausboot handelte. Da es außen rum keine Reling hatte, sah es tatsächlich wie ein fortgeschwemmtes Haus, Bootshaus oder Garage aus. Leider war mein Fotoapparat im Auto und da ich ihn erst holen musste, erwischte ich das Hausboot auch erst, als es schon fast auf der anderen Seite war.

 

  Von Kaslo aus sind wir dann zum Duncan Lake gefahren, einem Stausee.

 

  Wir begaben uns auf die seeeehr staubige Duncan Lake Forest Service Road und fuhren bis zur Glacier Creek Forest Sercive Road, die uns in die Purcell Wilderness bringen sollte.

An der Abzweigung stand ein nagelneues Hinweisschild auf einen Wildnis-Campingplatz, den der Forstbezirk am Duncan Lake angelegt hatte. Aber außer einer Feuerstelle war vom Campingplatz selbst noch nicht viel zu sehen. Das Clo stand aber schon mal, und ich setzte mich gleich drauf.

 

  Weiter ging es am Glacier Creek entlang hinein in die alpine Bergwelt. An einer Stelle war ein Canyon, da hielten wir. Boy, ging es da tief hinunter, und toste das gletscherfarbene Wasser über die Felsbrocken! Kommt auf dem Foto gar nicht so beeindruckend raus, wie es wirklich war.

 

  Wir fuhren weiter auf diesem engen einsamen Sträßchen und wunderten uns, als ein selbstgemaltes Schild plötzlich auf eine "congested area" hinwies. Tatsächlich fanden wir in dieser Einsamkeit ein Haus sowie mehrere Nebengebäude. Auf weiteren Schildern wurde gebeten, wegen des Staubproblems nur 20km zu fahren und auf die Kröten aufzupassen, denn man wollte "no more deaths", also nicht noch mehr Todesfälle haben. Selbstverständlich richteten wir uns danach ... :-)

Ein paar Kilometer weiter versperrten uns plötzlich etwa 20 wunderschöne, ungesattelte und unbeschlagene Pferde den Weg. Zwei Fohlen schliefen mitten auf der Straße. (Sträßchen). Dale stieg aus und drängte die Pferde zur Seite, während ich das Auto vorsichtig hindurchmanövierte. Darüber hatte ich ganz vergessen, ein Foto zu knipsen. Wäre bestimmt hübsch geworden. Es waren alles sandfarbene Pferde mit hellen Mähnen.

Weiter ging es in die herrliche Bergwelt hinein ...

 

  Nach 35km erreichten wir den Parkplatz, von dem aus ein Wanderpfad zu den Monica Meadows führte, herrlich blühende alpine Wiesen. Bevor wir uns auf den Weg machten, verzehrten Dale und ich erst einmal unser Mittagessen, das ich am Morgen am Feuer zubereitet und in Alufolie und Handtücher eingewickelt in der Kühlbox warm gehalten hatte. Wir fühlten uns dabei wie die Könige. Wer hat schon das Glück, vor einem so atemberaubenden Panorama zu speisen?

 

  Anschließend begaben wir uns auf den Wanderpfad. Er war kurz, nur 2km lang, aber mit einem Höhenunterschied von 600m auf dieser kurzen Strecke etwas steil. Als wir dann bei den Bergwiesen mit ihrer herrlichen Blumenpracht ankamen, blieben wir erst mal stehen und nahmen das herrliche Bild ganz ehrfürchtig in uns auf.

Dort oben soll auch noch ein kleiner See sein, aber die Sonne war bereits am Untergehen und es war schon zu spät, um noch weiter zu laufen. Deshalb wird es von diesem Bericht auch eine Fortsetzung geben. Wahrscheinlich erst im Oktober, denn die Monica Meadowes sind eingerahmt von Lärchenwäldern, deren Herbstfärbung ein zauberhaftes Bild abgeben muss.

 

 

 

  Auf der Straße zu den Monica Meadows sind auch die Abzweigungen zu den Trailheads zum MacBeth Icefield und zum Jumbo Pass. Dieses Jahr wird es wohl nicht mehr klappen mit einer Wanderung. Dabei müsste die Färbung der Lärchen dort oben fantastisch aussehen. Aber es liegt halt auch schon Schnee ...

 

 

 

 

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